Archiv der Kategorie: Gedanken

TAG 731: Zwei Jahre Krebs-Diagnose – mit nichts abgeschlossen!

Montag, 28.11.2016

Fast ist es wie ein Geburtstag: Wie schon im vergangenen Jahr, geht mir auch in diesem Jahr wieder mein „Jahrestag der Krebsdiagnose“ als ein irgendwie besonders gelagerter Tag durch den Sinn.
Eine von mir eher flapsig dahergesagte Bemerkung beim Abendessen war es gestern, die mich selber stutzig werden ließ: Ich bräuchte mal eine „Linienbuspause“ und es sei hier wohl besser, wenn man vor betreten eines Busses „mit dem Leben abgeschlossen“ habe. Weiterlesen

TAG 527: Und nun: Zurück auf Los! Nochmal von vorne das Ganze?

Samstag, 7.5.2016

So!
Eigentlich dient dieser Blog ja vor allem dazu, dass ich Ereignisse rund um meine Krebs-Erkrankung sortiere und mir Dinge von der Seele schreibe. Und wenn ich damit nebenbei auch noch dem einen oder anderen Leser auch noch einen guten Gedanken mitgeben kann, dann soll mir das nur recht sein und freut mich.
Wenn ich hier also nichts schreibe, dann gibt es auch nicht wirklich etwas zu berichten. Und es tat sich monatelang nicht viel: Regelmäßige Blutuntersuchungen, regelmäßige MRT-Untersuchungen. Etwas mühselig das Ganze – immer wieder Untersuchungs- und Arzt-Termine. Immer wieder ein doch etwas unsicheres Gefühl im Bauch. Etwas nervig, das Ganze.
Aber jetzt schreibe ich wieder. Muss ich mal wieder schreiben…

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TAG 366: Krebsdiagnose – Ein Jahr danach, ein Zwischenfazit

Samstag, 28.11.2015

Es ist Samstag, der 28.11.2015 – und ich habe heute einen ganz besonderen „Jahrestag“ zu begehen!

Heute vor genau einem Jahr wurde mir von einem Kieferchirurgen eröffnet, dass ich Krebs habe. Vier Wochen später war klar: Das Plasmozytom in einer Wucherung meiner rechten Kieferhöhle wurde in einem recht frühen Stadium entdeckt und kann möglicherweise sogar komplett geheilt werden. Ein schierer Glücksfall, den ich meiner aufmerksamen Zahnärztin zu verdanken habe!

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TAG 263: Mein Seuchenjahr offiziell beendet – mit den Cyclassics 2015

Montag 24.8.2015

Mit dem Jedermann-Radrennen Cyclassics 2015 wollte ich nach all dem Grusel der letzten Zeit wissen, wo ich stehe. Und, ja, nun weiß ich es: Mitten im Leben!

Mein Seuchenjahr ist damit offiziell für beendet erklärt!

Davor stand am gestrigen Sonntag ein Tag wie ein Traum. Und wenn Fahrrad-Fahren eine Leidenschaft von mir ist, dann kann ich damit für mich selber Großes bewegen.

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TAG 239: Eine Liebeserklärung an das Leben – die Cyclassics 2015 in Hamburg!

Freitag, 31.7.2015

 

Tja, was soll ich hier nur schreiben?

Alles ist gut im Moment, einfach gut! Außer dem Wetter, natürlich…

Aber mir geht es gut, richtig gut! Es gibt nichts zu berichten in Sachen Krebs bei mir. Und schon allein das ist eine perfekt gute Nachricht.

Und da es nichts wirklich zu berichten gibt, keine Neuigkeiten, was meinen Krebs anbelangt, schlummert dieser Blog ja auch vor sich hin. Kaum sind neue Einträge nötig. Denn letztlich habe ich nach wie vor die Hoffnung und den Glauben, dass mein Krebs besiegt ist. Allein: Gewissheit gibt es einfach nicht, und die Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs wieder auftaucht, irgendwann, ist bei meinem Plasmozytom nicht gerade gering.

Die Normalität, die ich mir so gewünscht habe, sie ist inzwischen wieder da. So richtig! Ich fahre jeden Tag brav mit meinem Rad zur Arbeit, sammle dort inzwischen wieder einige Überstunden, lasse mich auf dem 11 km langen Weg mal gnadenlos nass regnen oder mal vom stürmischen Gegenwind quälen, schaue mir mittelmäßige Fußballspiele an, verbrauche meine Resturlaubstage mit einer 12tägigen, 1000 km langen, wunderbaren Radtour, verplempere gerne auch mal Zeit mit Nichtstun.

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TAG 163: Per Wiedereingliederung zurück zur Normalität!?

Dienstag, 12.5.2015

Das war er jetzt schon fast, der strukturierte Wiedereinstieg in die Arbeit, die „Wiedereingliederung“.

Nur noch wenige Tage, dann „darf“ ich wieder normal, voll arbeiten – und bekomme dann auch immerhin wieder normales Gehalt. Derzeit bekomme ich ja von meiner Rentenversicherung Übergangsgeld, irgendwann später mal: 68 Prozent meines Normalgehaltes. Aber sehr nahe dran an der „Normalität“ bin ich jetzt wieder. Und das finde ich gut.

Schon vor ein paar Monaten hatte ich ja ganz bewusst wahrgenommen, dass ich meine eigene „Normalität“ doch sehr mag! Und sie brauche. Normalität ist für mich eben durchaus gleichzusetzen mit Stabilität. Aber ja, ich kenne auch Menschen, denen es ganz anders geht und die so stabile, ruhige Verhältnisse eher erdrückend finden.

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TAG 135: Vier Wochen Reha – was für ein Fortschritt!

Dienstag, 14.4.2015

Ein wenig verblüfft war ich ja schon, als mir der Chefarzt nach gerade mal einer Woche Reha empfahl, die Maßnahme für mich noch um eine Woche zu verlängern. Also auf insgesamt vier Wochen Reha. Okay, ich hatte schon kapiert, dass es mir mit dieser Reha zügig besser geht. Aber ob eine Zusatzwoche wirklich nötig ist?

Aber – warum sollte ich mich dagegen wehren, hier noch zusätzliche Zeit zu bekommen, die ich für mich ganz allein nutzen kann?

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TAG 125: Reha – Glückseligkeit beim Radeln

Samstag, 4.4.2015

Das Glück dieser Erde liegt – auf dem Rücken der Pferde. Für einige jedenfalls. Für mich nicht!

Mein Glück finde ich sehr leicht aber auch auf einem Sattel. Jedoch eher auf einem Fahrrad-Sattel. Wie heute. An diesem Samstag.

Nur zwei kurze Anwendungen hatte es an diesem Morgen bei meiner Reha in St. Peter Ording für mich gegeben. Hinzu kam eine familiäre Einladung, nachmittags um 15 Uhr, in der Nähe meines Geburts-, Kindheits- und Jugendortes Heide, in Dithmarschen. Rund 40 Fahrrad-Kilometer von St. Peter Ording entfernt.

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TAG 111: Reha – es geht deutlich bergauf!

Samstag, 21.3.2015

Hatte ich wirklich gezögert bei dem Gedanken, ob eine Reha nach Ende der Krebsbehandlung wohl nötig sei? War es wirklich eine Frage gewesen, ob ich dies denn wirklich will? Eigentlich doch gar nicht so richtig nötig, schließlich hätte ich ja „nur“ eine Bestrahlungsbehandlung über sechs Wochen, mehr nicht – war ein Gedanke von mir, als mir im UKE angeboten wurde, über eine Anschlussheilbehandlung nachzudenken.

Was für absurde Gedanken!

Eine Anschlussheilbehandlung – AHB – ist im Prinzip eine gewöhnliche Rehabilitationsmaßnahme, eine „Kur“, die binnen fünf Wochen nach Abschluss einer Therapiemaßnahme angetreten wird. Und schon jetzt, wo gerade mal ein paar Tage von dieser Anschlussheilbehandlung rum sind, ist mir völlig klar: Das ist nötig! Bitter nötig! Ich brauche diese Zeit, um wieder zu mir, zu Kräften zu kommen, die Füße wieder auf die Erde zu kriegen, frischen Wind durch den Kopf blasen zu lassen.

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TAG 94: Oh weh – Verwaltung und Formalismus

Mittwoch, 4.3.2015

Als ich am Dienstag den Brief vom UKE aus dem Briefkasten angele, freue ich mich zunächst. Siehe da, denke ich: Man hat zugesagt, mir eine Kopie des Abschlussberichtes zu übersenden, sobald der fertig sei. Dies wird er denn ja sein. Denke ich mir.

Mitnichten! Mein Gesicht hätte ich sehen mögen, als ich den Brief gelesen habe. In ziemlich forschen, fast aggressiven Ton werde ich in großen Lettern darauf hingewiesen, dass ich für meine Behandlung keine Überweisung abgegeben hätte. Wenn man diese nicht in wenigen Tagen vorliegen hätte, dann müsste man mir die Strahlentherapie privat in Rechnung stellen. Vier Tage gibt man mir Zeit, die Überweisung vorzulegen. Den eigenen Brief hat man sinnigerweise gleich Zehn Tage zurückdatiert. Ja, wieso denn nur?

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