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Ein solitäres Plasmozytom – mein Krebs und ich

 

KREBS!

Plötzlich Krebs!

Ganz plötzlich bin ich krebskrank: Ein „solitäres Plasmozytom“ hat sich in meinem Kopf breitgemacht, genauer: In meiner rechten Kieferhöhle. Am Freitag, den 28.11.2014 ist es soweit: Im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) in Hamburg wird mir eröffnet, dass ich Krebs habe.

Und genauso plötzlich steht mein Leben auf dem Kopf. Plötzlich bin ich mit einer schlimmen Krankheit konfrontiert. Plötzlich habe ich die Ahnung, dass ich sterben könnte – vielleicht schon bald. Plötzlich verspüre ich sogar die Gewissheit, dass der Tod zu meinem Leben gehören wird – geahnt habe ich das ja schon immer. Plötzlich ist der Kopf voller neuer Gedanken. Plötzlich ist nichts mehr, wie es war!

Meine für mich völlig unerwartete Krebsdiagnose zieht mir für einige Zeit fast den Boden unter den Füßen weg. Wie bisher nur weniges in meinem Leben mir den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Ein kunterbunter Strauß an sich ständig wandelnden Gefühlen bricht über mich herein – wie wohl über die meisten, die hiermit anderen konfrontiert werden: Angst, Sorge, Hoffnung, Kummer, Zuversicht, Trauer, Selbstmitleid, Ärger, Wut. Freude an Schönem, Mitgefühl mit anderen, Distanzgefühl zu Unwichtigem. Manchmal alle diese Gefühle zusammen, gleichzeitig, manchmal ganz intensiv nur Einzelempfinden.

Und genau darum geht es in diesem Blog: Ich schreibe hier auf, wie es mir geht. Was sich in mir und um mich herum tut. Rund um diese Erkrankung – von der ich bis zum Auftauchen bei mir noch nie etwas gehört habe: Ein „solitäres Plasmozytom“, der Vorstufe zu einem „Multiplen Myelom“.

Glück habe ich dabei im Unglück: Die Erkrankung wird in einem frühen Stadium entdeckt – zu einem Stadium, in dem sogar noch leise Hoffnung auf Heilung besteht. Zu verdanken habe ich diese frühe Entdeckung einer außergewöhnlich aufmerksamen Zahnärztin. Überhaupt: Viel Gutes habe ich in diesen Monaten gelernt über die sprichwörtliche „ärztliche Kunst“ – und bin vielen Menschen in dem medizinischen Bereich sehr, sehr dankbar!

Diese Zeilen auf der Startseite entstehen, als sich Vieles schon beruhigt hat und ich insgesamt guter Dinge bin. Aber wer mag, darf sich gerne durch diesen Blog lesen und so die Entwicklung meiner Erkrankung nachvollziehen. Medizinische Hinweise erspare ich mir weitgehend – das ist an vielen anderen Stellen im Internet viel besser zu finden. Die entstandenen, zuweilen ellenlangen Texte haben für mich selber die ganze Zeit über eine wichtige Funktion: Sie helfen mir, meine Gedanken zu ordnen, einen klaren Blick zu kriegen – meine eigene Art der „Selbsttherapie“. Und: Durch ein Veröffentlichen hiervon kann ich diese Texte und Gedanken dann auch „loslassen“.

Dies hat mich einstweilen davor bewahrt, in einem „Strudel aus Krebs“ unterzugehen. Keinerlei Mühe gebe ich mir dabei, dies alles hier schick und elegant darzustellen: Design ist mir ein diesem Blog einfach mal völlig unwichtig!

„Mein Krebs und ich“ – Auf diese Reise durch meine ganz eigene „Erlebniswelt Krebs“ nehme ich Sie, wenn Sie möchten, gerne mit. Vielleicht finden sich ja in meinen Gedanken in irgendeiner Form Ideen, Links, ein paar Infos, ein Stückchen Hilfe. Krebs ist inzwischen häufig noch lange nicht das Ende! Vielleicht ja sogar auch eine Art neuer Anfang?

Ich wünsche alles Gute, Herzlichst
Dirk Matzen

 

 

 

3 Gedanken zu „Ein solitäres Plasmozytom – mein Krebs und ich

  1. Ferdi

    Ich wünsche dir und jedem Krebskranken aus eigener Erfahrung Kampfeswillen und Durchhaltevermögen.
    Ich glaube fest daran, dass mir die Komplementärmedizin, Intergrativmedizin, Volksheilkunde oder auch Omas Tipps gut getan hat / haben und die Schulmedizin inbesondere die Zeit nach der Chemo sehr sehr gut unterstützt hat
    Das Immunsystem war mir wichtig.
    Vielleicht auch mal googlen. DKFZ in Heidelberg, Prof. Ingrid Herr, Sprossen, Krebsstammzellen werden angegriffen, Brokkoli, Kreuzblütler,
    Während der Chemo stand immer Sauerkraut parat. Viel Joghurt. Beides zum Schutz der Schleimhäute. (Der Darm macht 60 % der Schleimhäute aus.)
    Wildkräuter können hilfreich sein. Während Chemo gab es jeden Tag Brennnesseltee, Löwenzahnwurzeltee, Birkenblättertee, Cistustee, Grüner Tee. Noch heute gibt es etwas Wildkräuter um viele verschiedene Stoffe in den Körper zu bekommen.
    Ich schwor auch auf viel Bewegung ( paar Mal dachte ich : dead man walking ) —- als ich mich mit Fieber ins Bett legte gingen Probleme los, PNP Polyneuropathien, die ich heute nach 8 Monaten zu 60-70 % reduziert habe

    Bei Auftreten von Nebenwirkungen sehr sehr rasch reagieren sonst kann jede Stunde deutlich schlechteres bringen. Beispiel. Als ich es noch nicht wusste lief ich an einem Tag 9 x zur Toilette. Es war kaum Gegensteuern möglich. Beim nächsten Anzeichen von Durchfall reagierte ich sofort und ass Haferschleim und Banane —- nichts war mehr.

    KOKONAT in München gehört zur Uni und ist kostenlos. Ärzte beraten. Ein Netzwerk mit Hamburg, Berlin, Nürnberg, Rostock und von der Deutschen Krebshilfe unterstützt. Ich mache keine Werbung sondern ich bin von Herzen dankbar für die Ratschläge.
    Prof. Beuth in Köln

    Es gäbe eine ganze Liste von Anregungen. Mehr soll es auch nicht sein.
    Die Liste sende ich jederfrau / man gerne zu. Sie ist nur auf Anregung gehalten. Jeder muss dazu selbst seine Infos sammeln.
    Jeder kämpft für sich allein.

    Jedem Krebskranken möchte ich aufmunternd zurufen: Kämpfe!

    Ferdi

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    1. Hebergement web

      Ich lag ungefahr 2 Wochen im Krankenhaus und die Zeit war ziemlich hart. Und dabei ging die Genesung aufgrund meines Alters noch relativ flott.

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  2. Uwe F.

    Hallo Ferdi, ich bin Uwe, 49 J, und wohne in Rheinland-Pfalz. Ich bin auf deine Internetseite gestoßen. Ich habe zwar nicht alles gelesen, aber ich sehe, dass du dringend Hilfe benötigst bei deinem Krebsleiden. Ich habe auch gesehen, dass du schon viele ergebnislose Versuche hinter dir hast, die Krankheit zu heilen. Die Pharmaindustrie hat leider kein Interesse, die nichts nutzende Chemo durch heilende Methoden zu ersetzen, da sie viel Geld daran verdient. Vor allem nicht durch die Naturheilmedizin, da sie auf die Natur keine Patente legen kann. Dabei ist die Natur sehr kraftvoll, gerade gegen Krebs, egal welcher Art. Warum hier die Heilerfolge nicht publik werden, liegt an unserer Politik. Nun, warum solltest du mir so einfach glauben, du kennst mich ja nicht, und ich waere an deiner Stelle hier auch vielleicht skeptisch. Ich habe keine finanziellen Interessen, sondern sie sind anderer Natur. Falls du Interesse hast, kann ich dir gerne schreiben, wie du vorgehen kannst. Im Einklang mit unserer Mutter Natur koennen wir nur gewinnen. Auf jeden Fall kann ich dir sogleich ein kleines Buch waermstens empfehlen, damit du verstehst, warum wir krebskrank werden, und dass wir dieser Krankheit nicht ausgeliefert sind. Es heisst “Krebs natürlich heilen“ von Walter Last. Freue mich, vielleicht von dir zu horten, viel Glück, Uwe

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