Archiv der Kategorie: Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie

TAG 31: In der Strahlentherapie – die Termine stehen fest!

Montag, 29.12.2014

Die Weihnachtsfeiertage sind rum – Zeit, um mich mal wieder im UKE blicken zu lassen!

Eigentlich habe ich heute ja einen normalen Arbeitstag – und eigentlich muss ich dort einen Kollegen vertreten, der die Feiertage über frei genommen hatte. Aber da müssen meine Kollegen mich heute bei meinem Vertretungsdienst vertreten. Nun gut – das wird schon klappen, irgendwie.

Nachdem ich nun 10 Tage lang keinen Arzt gesehen habe (welch ein Luxus!), habe ich mir heute mal wieder gleich zwei Termine auferlegt: Früh morgens besuche ich die Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie (MKG) des UKE. Vor knapp zwei Wochen war mit einem ziemlich derben Eingriff meine zuvor geöffnete Kieferhöhle geschlossen worden. Heute oder morgen solle ich die Fäden ziehen lassen – die Ärztin hatte die gedehnten Schleimhäute sehr gründlich vernäht und mir diese Maßgabe mit auf den Weg gegeben. Seit dem Eingriff habe ich das Gefühl, dass meine rechte Mundhälfte eigentlich nur noch aus Fäden besteht. Diese haben sich mit der Zeit zu einem ziemlichen Klumpen verwoben – von daher kommt es mir ganz Recht, dass diese jetzt entfernt werden sollen. Ich bin schon schwer genervt von diesem Klumpen im Mund.

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TAG 19: Schließung der Kieferhöhle – und Knochmarkpunktion

Dienstag, 16.12.2014

Der erste Tag seit der Diagnose „Krebs“, an dem es mir richtig schlecht geht! Und zwar körperlich richtig schlecht. Zwei chirurgische Eingriffe an einem Tag – da habe ich mir wohl ein wenig viel zugemutet.

Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich das besser wegstecke. Am Morgen soll die geöffnete Kieferhöhle zugenäht werden – klingt ja nicht so besonders spannend. Viel aufregender klingt da schon die Knochenmarkpunktion am Nachmittag. Die erstere Operation stelle ich mir also klein und harmlos vor, die zweite jedoch heftig und sehr schmerzhaft.

Doch es kommt genau umgekehrt.

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TAG 8: Krebs macht ehrlich!

Freitag, 5.12.2014

Eingang zum Hauptgebäude

Der Eingang zum Hauptgebäude

Ich muss wohl oder übel damit rechnen, dass dies bei mir zur Gewohnheit werden wird: Morgens geht’s mal schnell ins Krankenhaus! Nicht unbedingt die schönste Angewohnheit. Nicht unbedingt erstrebenswert.

Üblicherweise wird darauf der Weg zur Arbeit folgen, aber heute habe ich mir den Tag einfach frei genommen – schon allein weil ich fürchtete, durch lange Wartezeiten sehr spät zur Arbeit kommen zu können und mein Arbeitszeitkonto sehr zu belasten. Zudem wollte ein Tag Sonderurlaub noch verbraucht werden. Also, heute: Uni-Klinik UKE – und danach frei!

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TAG 1: …und der Arzt sagt: „Das ist ein bösartiger Tumor“

Freitag, 28.11.2014

Worte klingen durch den Raum, sonderbare, fremde Worte: „Hodgkin“, „malignes“, „Lymphom“, „Zellreihe“, „Plasmozytom“.

Hm, welche Sprache spricht dieser weiße Kittel mit zwei Doktortiteln dort vor mir eigentlich?? Während ich mich bemühe, irgendetwas von dem zu begreifen, was auf mich hereinbricht und ich immerhin den Fetzen „Lymph“ verstanden habe. Akustisch zumindest. Aber ich habe das Gefühl, das Gesagte hat ernsthafte Bedeutung!

Der Junge Mann im weißen Kittel erklärt nach einem kurzen Moment weiter: Es sei wirklich recht gut heilbar! Ein chirurgischer Eingriff sei nicht nötig. Alles ließe sich mit einer Chemotherapie behandeln.

CHEMOTHERAPIE??? Wie jetzt – Chemotherapie?? Was will der mir da sagen? Will der mir etwa erzählen, dass ich Krebs habe? Krebs? KREBS? Ich?

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