Archiv der Kategorie: Nach der Therapie

TAG 151: Zurück in die Arbeit: Wiedereingliederung

Donnerstag, 30.4.2015

Als der zuständige Arzt in der Reha-Klinik in Sankt Peter-Ording mich zu Beginn meiner Reha-Maßnahme fragte, ob ich denn nach Abschluss der Reha wohl eine Wiedereingliederung in meine Arbeit machen wolle, verneinte ich dies. Eigentlich fühle ich doch recht gut, und einen etwas gemächlichen Einstieg in die Arbeit könne ich mittels meiner vielen Überstunden und der zahlreichen Resturlaubstage doch eigentlich selbst gestalten. Dachte ich zu dem Zeitpunkt. Er akzeptierte dies.

Eine Woche später bereits sah ich dies anders, ganz anders. Ich hatte auf der Reha ziemlich prompt zweierlei gelernt: Zum einen, dass es mir bei weitem nicht so gut geht, wie ich dachte. Und zum anderen, dass eine Wiedereingliederung eine relativ unkomplizierte und sinnvolle Maßnahme ist.

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TAG 135: Vier Wochen Reha – was für ein Fortschritt!

Dienstag, 14.4.2015

Ein wenig verblüfft war ich ja schon, als mir der Chefarzt nach gerade mal einer Woche Reha empfahl, die Maßnahme für mich noch um eine Woche zu verlängern. Also auf insgesamt vier Wochen Reha. Okay, ich hatte schon kapiert, dass es mir mit dieser Reha zügig besser geht. Aber ob eine Zusatzwoche wirklich nötig ist?

Aber – warum sollte ich mich dagegen wehren, hier noch zusätzliche Zeit zu bekommen, die ich für mich ganz allein nutzen kann?

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TAG 125: Reha – Glückseligkeit beim Radeln

Samstag, 4.4.2015

Das Glück dieser Erde liegt – auf dem Rücken der Pferde. Für einige jedenfalls. Für mich nicht!

Mein Glück finde ich sehr leicht aber auch auf einem Sattel. Jedoch eher auf einem Fahrrad-Sattel. Wie heute. An diesem Samstag.

Nur zwei kurze Anwendungen hatte es an diesem Morgen bei meiner Reha in St. Peter Ording für mich gegeben. Hinzu kam eine familiäre Einladung, nachmittags um 15 Uhr, in der Nähe meines Geburts-, Kindheits- und Jugendortes Heide, in Dithmarschen. Rund 40 Fahrrad-Kilometer von St. Peter Ording entfernt.

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TAG 111: Reha – es geht deutlich bergauf!

Samstag, 21.3.2015

Hatte ich wirklich gezögert bei dem Gedanken, ob eine Reha nach Ende der Krebsbehandlung wohl nötig sei? War es wirklich eine Frage gewesen, ob ich dies denn wirklich will? Eigentlich doch gar nicht so richtig nötig, schließlich hätte ich ja „nur“ eine Bestrahlungsbehandlung über sechs Wochen, mehr nicht – war ein Gedanke von mir, als mir im UKE angeboten wurde, über eine Anschlussheilbehandlung nachzudenken.

Was für absurde Gedanken!

Eine Anschlussheilbehandlung – AHB – ist im Prinzip eine gewöhnliche Rehabilitationsmaßnahme, eine „Kur“, die binnen fünf Wochen nach Abschluss einer Therapiemaßnahme angetreten wird. Und schon jetzt, wo gerade mal ein paar Tage von dieser Anschlussheilbehandlung rum sind, ist mir völlig klar: Das ist nötig! Bitter nötig! Ich brauche diese Zeit, um wieder zu mir, zu Kräften zu kommen, die Füße wieder auf die Erde zu kriegen, frischen Wind durch den Kopf blasen zu lassen.

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TAG 94: Oh weh – Verwaltung und Formalismus

Mittwoch, 4.3.2015

Als ich am Dienstag den Brief vom UKE aus dem Briefkasten angele, freue ich mich zunächst. Siehe da, denke ich: Man hat zugesagt, mir eine Kopie des Abschlussberichtes zu übersenden, sobald der fertig sei. Dies wird er denn ja sein. Denke ich mir.

Mitnichten! Mein Gesicht hätte ich sehen mögen, als ich den Brief gelesen habe. In ziemlich forschen, fast aggressiven Ton werde ich in großen Lettern darauf hingewiesen, dass ich für meine Behandlung keine Überweisung abgegeben hätte. Wenn man diese nicht in wenigen Tagen vorliegen hätte, dann müsste man mir die Strahlentherapie privat in Rechnung stellen. Vier Tage gibt man mir Zeit, die Überweisung vorzulegen. Den eigenen Brief hat man sinnigerweise gleich Zehn Tage zurückdatiert. Ja, wieso denn nur?

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TAG 89: Nach dem Therapieende: Und wat nu?

Freitag, 27.2.2015

Tja, was bleibt denn jetzt von der ganzen Krebstherapie? Außer ein paar nicht gerade dramatischen Nebenwirkungen, die bei mir nach wie vor anhalten.

Noch fühle ich mich, wie ein Brathähnchen, noch ist das Innere meiner Nase weitgehend kaputt, noch passieren in meinem Mund unangenehme Dinge, wenn ich nur mal versuche, die Mundpflege etwas zu reduzieren. Auch mein Schlafbedürfnis hat noch immer den gleichen, hohen Umfang von 10-12 Stunden pro Tag. Es geht fast nichts ohne einen ausgiebigen Nachmittagsschlaf.

Und sonst? Was auch bleibt, ist das Gefühl, dass mein Krebs „weg“ ist. Und dieses Gefühl darf ich nun rund drei Monate genießen. Denn irgendwelche Untersuchungen jetzt direkt nach Ende der Bestrahlungen wird es überhaupt nicht geben, weder im Blut, noch per CT oder sonstwie. Das wird erst im Juni passieren.

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