Archiv für den Monat: Februar 2015

TAG 86: GESCHAFFT! Die letzte Bestrahlung

Dienstag, 24.2.2015

30 von 30 Bestrahlungstagen, 54,0 Gray Energiedosis gegen meinen Krebs.

So, es ist geschafft! Sechs Wochen lang, Tag für Tag ins UKE, zur Bestrahlung.

Das ist nun vorbei! Zumindest bis zum Juni darf ich jetzt in dem Glauben leben, dass mein Krebs tatsächlich „weg“ ist. Dann wird gründlich gesucht werden, ob man ihn wiederfindet.

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TAG 82: Bin ich ein Brathähnchen? Nur noch zwei Tage Bestrahlung…

Freitag, 20.2.2015

28 von 30 Bestrahlungstagen, 50,4 Gray Energiedosis gegen meinen Krebs.

Hatte ich da vor einer Woche tatsächlich geschrieben, dass ich mich müde und abgeschlagen fühle???

HA!

Das war ja nur ein lockerer Vorgeschmack von dieser, jetzt vergangenen Woche!

Nach dem interessanten Montag mit dem Auftritt vor der Studentengruppe hatte ich mir gedacht, dass es gut sei, ein wenig soziale Kontakte zu pflegen. Nach dem Fußball-Stadion-Besuch am Montagabend treffe ich mich also am Dienstag mit einem Freund nach dessen Feierabend in der Innenstadt, am Mittwoch nach Feierabend mit einem Freund in Altona. Mittags mal ein Tee mit meinem Schutzengel in der Nachbarschaft.

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TAG 78: Die Studenten und ich

Montag, 16.2.2015

24 von 30 Bestrahlungstagen, 43,2 Gray Energiedosis gegen meinen Krebs.

Ja, das war heute mal wieder ein UKE-Tag ganz nach meinem Geschmack! Ein guter Wochenanfang.

Angefangen hatte es schon Mitte der vorangegangenen Woche. Am Nachmittag des Mittwoch bekam ich einen Anruf vom UKE. An sich nichts ungewöhnliches, immer wieder mal gab es Anrufe wegen irgendwelcher Terminverlegungen. Aber nein, diesmal gab es ein anderes Anliegen: Man wolle fragen, ob bereit sei, einen der Doktoren in eine Vorlesungsstunde zu begleiten. Dort sollen Studenten prinzipiell lernen, wie eine Anamnese abläuft, bzw. ablaufen kann.

Am Montagmittag würde das Ganze stattfinden. Ich sei ja krank geschrieben, von daher würde es ja vielleicht passen? Man würde das mit einem Bestrahlungstermin um die Mittagszeit kombinieren. Ich könne es mir gerne auch noch eine Weile überlegen.

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TAG 75: Träge, müde, kraftlos – eigentlich reicht es mir

Freitag, 13.2.2015

23 von 30 Bestrahlungstagen, 41,4 Gray Energiedosis gegen meinen Krebs.

Eigentlich habe ich keine Lust mehr auf all das.

Keine Lust mehr, mich mit meiner Krebserkrankung zu beschäftigen (eigentlich habe ich das Gefühl, das „der Krebs“ schon „weg“ ist und jetzt nur noch der Sicherheit wegen „nachgebratzelt“ wird).

Keine Lust mehr, jeden Tag ins Krankenhaus zu fahren und mir meine Strahlendosis abzuholen (obwohl ich nach wie vor die Station der Strahlentherapie im UKE als sehr angenehm empfinde und meine Lebensretter, die mich da jeden Tag betreuen, mag und sehr schätze).

Keine Lust mehr, von allen als der Kranke empfunden zu werden (obwohl ich es objektiv gesehen ja durchaus bin – und es sehr schön ist, wenn viele Personen aus meinem Umfeld sehr aufmerksam mit mir umgehen).

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TAG 72: Bin ich ein „Radaropfer“?

Dienstag, 10.2.2015

20 von 30 Bestrahlungstagen, 36,0 Gray Energiedosis gegen meinen Krebs.

Na sowas! Das schlägt ja dem Fass den Boden aus!

Wie ja schon vor Wochen geschrieben, habe ich mich bisher nicht im Geringsten damit beschäftigt, wordurch meine Krebserkrankung wohl entstanden sein könnte. Denn: ich war mir sicher, dass solche Überlegungen zu keiner Lösung der Frage kommen werden, kommen können! Man fängt nur an, sich Gedanken über Probleme zu machen, zu denen es keine Antwort gibt. Dachte ich.

Und nun das!

Irgendwo gab es eine kleine Pressenotiz, die mich nun gehörig drucheinander brachte. Frei nach dem Motto: Wenn man sich nicht selber Gedanken hierum macht, dann kommen mögliche Gedanken über Verursacher von alleine zu einem.

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TAG 66: Ab sofort krankgeschrieben

Mittwoch, 4.2.2015

16 von 30 Bestrahlungstagen, 28,8 Gray Energiedosis gegen meinen Krebs.

Irgendwie ist es ja ein Mysterium: Man geht einige Tage zur Bestrahlung, legt sich dort auf die Pritsche, bekommt jeden Tag fünf Minuten Strahlen durch den Kopf gejagt, spürt davon nicht das Geringste (okay, ich kann immerhin etwas sehen und habe so ein „Funktionskontrolle“ des Bestrahlungsgerätes) – und nach einigen Wochen ist man geschafft, als würde man jeden Tag Leistungssport betreiben.

Ja, wieso denn nur? Das ist doch eigentlich merkwürdig!

Aber genau betrachtet ist es ja auch so: Der Körper macht ja seinen eigenen Leistungssport. Das Immunsystem läuft auf Hochtouren, es leistet Schwerstarbeit dabei. Jeden Tag wollen Millionen Körperzellen repariert werden, die als Kollateralschäden bei der Krebsbekämpfung mit beschädigt wurden.

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TAG 63: Dritte Bestrahlungswoche – Erste Ermüdungserscheinungen

Freitag, 30.1.2015

13 von 30 Bestrahlungstagen, 23,4 Gray Energiedosis gegen meinen Krebs.

Langsam mehren sich die Anzeichen: Ich fange an, die Belastung durch meine Bestrahlungen und den bislang ja normal weiter laufenden Alltag ernsthaft zu spüren! Die eine oder andere Nebenfolge der Bestrahlung zeigt sich mal, wenn auch noch nicht wirklich schlimm. Eine enorme Erschöpfung macht sich breit – abends plumpse ich völlig geschafft in den Sessel und starre gedankenverloren auf die Glotze, kapiere dabei aber nichtmal richtig, ob das da ein Krimi oder ein Liebesfilm ist, der in Südtirol spielt.

Selten habe ich ein Wochenende so sehr herbeigesehnt, wie das kommende. Und mir wird klar: Das Programm, das ich derzeit fahre, ist zu viel! Ich werde etwas ändern müssen. Ein sicheres Anzeichen für meine Erschöpfung: Meine Gedanken, die ja durchaus da sind, wollen gar nicht so dringend raus, wie bisher. Nicht so drängend, wie in den Wochen zuvor, wo es mich immer aus einem inneren Druck heraus förmlich zum Schreiben drängte.

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