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Das Plasmozytom – mein Krebs und ich

Am Freitag, den 28.11.2014 war es soweit: Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) in Hamburg wurde mir eröffnet, dass ich Krebs habe.

Drei Wochen zuvor hatte ich eine eher kleine Operation über mich ergehen lassen. Ein Zahn wurde entfernt, die Kieferhöhle geöffnet. Diese war mit Schleimhaut gefüllt, welche histologisch untersucht wurde. Das macht man bei solchen Gelegenheit standardmäßig und bei mir auch nicht das erste Mal.

Das für mich völlig unerwartete Ergebnis besagte, dass ich an einem „niedrig malignen Non-Hodgkin-Lymphom der B-Zellreihe“ erkrankt bin – eine gering aggressive, seltene Krebsform. Spätere Detailuntersuchungen weisen in der Gruppe dieser Non-Hodgkin-Erkrankungen auf ein „Plasmozytom“ bzw. „Multiples Myelom“ als Erkrankungsform hin: Krebs des blutbildenden Systems im Knochenmark.

Auch, wenn diese Krebsform als einigermaßen beherrschbar gilt und ich nicht akut um mein Leben fürchten muss: Für mich ist diese Nachricht ein dramatischer Befund, ein tiefer Einschnitt in mein bisheriges Leben. Ich habe eine Krankheit, die grundsätzlich tödlich ist und womöglich Zweifel mein Leben verkürzen wird! Mit Pech und ganz vielleicht sogar ganz erheblich verkürzen wird.

Unendlich viele Gedanken und Erlebnisse stehen nun bei mir an – längst nicht alles schön, sicherlich!

Aber schon aus meinem früheren Leben weiß ich, dass Schreiben für mich zuweilen fast eine therapeutische Wirkung hat. Durch nichts anderes kann ich meine Gedanken so ordnen und ausdrücken. Und: Durch ein Veröffentlichen auch loslassen. Darum habe ich mich sehr schnell entschieden, bei meiner Krebserkrankung zu schreiben. Und ebenfalls kurz danach kam der Gedanke, dies einfach zu veröffentlichen in Form eines einfachen Blogs.

Vielleicht finden sich Andere ja in meinen Gedanken wieder oder finden in irgendeiner Form Ideen, Links oder Infos. Wobei dies ausdrücklich kein Blog für eine sachliche Informationssammlung ist (das können andere viel besser), sondern es geht mir viel mehr darum, Befindlichkeiten auszudrücken und vielleicht einige Abläufe darzustellen. Und, hoffentlich, zu zeigen: Krebs ist inzwischen noch lange nicht das Ende! Vielleicht ja sogar ein neuer Anfang?

Dabei ist für mich vor allem wichtig, dass ich überhaupt schreibe und mich ausdrücke – gar nicht so wichtig ist, dass gelesen wird. Aber, wenn es Sie interessiert, Sie vielleicht in einer ähnlichen Situation stecken und Gedanken dazu suchen: Bitteschön, nur zu!

 

2 Gedanken zu „Das Plasmozytom – mein Krebs und ich

  1. Ferdi

    Ich wünsche dir und jedem Krebskranken aus eigener Erfahrung Kampfeswillen und Durchhaltevermögen.
    Ich glaube fest daran, dass mir die Komplementärmedizin, Intergrativmedizin, Volksheilkunde oder auch Omas Tipps gut getan hat / haben und die Schulmedizin inbesondere die Zeit nach der Chemo sehr sehr gut unterstützt hat
    Das Immunsystem war mir wichtig.
    Vielleicht auch mal googlen. DKFZ in Heidelberg, Prof. Ingrid Herr, Sprossen, Krebsstammzellen werden angegriffen, Brokkoli, Kreuzblütler,
    Während der Chemo stand immer Sauerkraut parat. Viel Joghurt. Beides zum Schutz der Schleimhäute. (Der Darm macht 60 % der Schleimhäute aus.)
    Wildkräuter können hilfreich sein. Während Chemo gab es jeden Tag Brennnesseltee, Löwenzahnwurzeltee, Birkenblättertee, Cistustee, Grüner Tee. Noch heute gibt es etwas Wildkräuter um viele verschiedene Stoffe in den Körper zu bekommen.
    Ich schwor auch auf viel Bewegung ( paar Mal dachte ich : dead man walking ) —- als ich mich mit Fieber ins Bett legte gingen Probleme los, PNP Polyneuropathien, die ich heute nach 8 Monaten zu 60-70 % reduziert habe

    Bei Auftreten von Nebenwirkungen sehr sehr rasch reagieren sonst kann jede Stunde deutlich schlechteres bringen. Beispiel. Als ich es noch nicht wusste lief ich an einem Tag 9 x zur Toilette. Es war kaum Gegensteuern möglich. Beim nächsten Anzeichen von Durchfall reagierte ich sofort und ass Haferschleim und Banane —- nichts war mehr.

    KOKONAT in München gehört zur Uni und ist kostenlos. Ärzte beraten. Ein Netzwerk mit Hamburg, Berlin, Nürnberg, Rostock und von der Deutschen Krebshilfe unterstützt. Ich mache keine Werbung sondern ich bin von Herzen dankbar für die Ratschläge.
    Prof. Beuth in Köln

    Es gäbe eine ganze Liste von Anregungen. Mehr soll es auch nicht sein.
    Die Liste sende ich jederfrau / man gerne zu. Sie ist nur auf Anregung gehalten. Jeder muss dazu selbst seine Infos sammeln.
    Jeder kämpft für sich allein.

    Jedem Krebskranken möchte ich aufmunternd zurufen: Kämpfe!

    Ferdi

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  2. Uwe F.

    Hallo Ferdi, ich bin Uwe, 49 J, und wohne in Rheinland-Pfalz. Ich bin auf deine Internetseite gestoßen. Ich habe zwar nicht alles gelesen, aber ich sehe, dass du dringend Hilfe benötigst bei deinem Krebsleiden. Ich habe auch gesehen, dass du schon viele ergebnislose Versuche hinter dir hast, die Krankheit zu heilen. Die Pharmaindustrie hat leider kein Interesse, die nichts nutzende Chemo durch heilende Methoden zu ersetzen, da sie viel Geld daran verdient. Vor allem nicht durch die Naturheilmedizin, da sie auf die Natur keine Patente legen kann. Dabei ist die Natur sehr kraftvoll, gerade gegen Krebs, egal welcher Art. Warum hier die Heilerfolge nicht publik werden, liegt an unserer Politik. Nun, warum solltest du mir so einfach glauben, du kennst mich ja nicht, und ich waere an deiner Stelle hier auch vielleicht skeptisch. Ich habe keine finanziellen Interessen, sondern sie sind anderer Natur. Falls du Interesse hast, kann ich dir gerne schreiben, wie du vorgehen kannst. Im Einklang mit unserer Mutter Natur koennen wir nur gewinnen. Auf jeden Fall kann ich dir sogleich ein kleines Buch waermstens empfehlen, damit du verstehst, warum wir krebskrank werden, und dass wir dieser Krankheit nicht ausgeliefert sind. Es heisst “Krebs natürlich heilen“ von Walter Last. Freue mich, vielleicht von dir zu horten, viel Glück, Uwe

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